Natürlich schreibe ich nach wie vor am Kater Moshe Roman, leite die Opera School Projekte und schmiede neue Pläne.  Mitte 2011 erhielt ich eine Nachricht des Verlags Carlsen, mit der Bitte, zwei Kapitel des Romans einzureichen. So schnell hatte ich damit nicht gerechnet. Kater Moshe hatte sie neugierig gemacht, und darüber war ich schon mal sehr glücklich. Weniger zufrieden war ich allerdings mit meinen Kapiteln, die viel zu dicht am Libretto der Kater Moshe Oper klebten. Das gefiel mir nicht mehr. Es war nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut… Und so musste ich für den Roman unseren guten Kater  erst einmal von den Fesseln der Bühne befreien.

In der Zwischenzeit gingen die Proben mit Opera Talent weiter für den Kater Moshe Show Block. Neue wunderbare Kinder und Jugendliche wurden und werden auf ihre Rollen vorbereitet und aufgebaut. Während der Proben hatte ich die Gelegenheit, mich noch stärker mit der Figur des Katers zu beschäftigen. Kater Moshe ist ja ein Mischwesen aus Katze und Mensch eines fernen Planeten “Allguck 3″.

Kurz und gut: Nach mehreren Anläufen habe ich kürzlich eine Version hervorgekramt, die ich eines Nachmittags spontan geschrieben hatte, um mal einen ganz neuen Ansatz zu probieren. Dieses erste Kapitel hatte ich zwar längst verworfen, aber beim wiederholten Lesen – nach ca. 2 Monaten – machte es “Klick” in meinem Kopf. Dieser wiederentdeckte neue Ansatz gefiel mir auf Anhieb, las sich wunderbar flüssig und ließ mich einige Male schmunzeln. Ich hoffe jetzt, dass sich das Warten und Probieren gelohnt hat und ich mich diese Woche endlich traue, zwei Kapitel und das neue Exposé einzureichen. Der außerirdische Kater ist längst ein äußerst geduldiges Haustier geworden. Aber in letzter Zeit spielt er ein bisschen verrückt, drängt, faucht und will endlich König Olvomon von Olvland aus den Flüsterwäldern befreien. Der gestohlene magische Ring, der den König wieder befähigt, das Land ordentlich zu regieren, hat inzwischen einen Namen: Morph. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten, denn jetzt muss ich dringend weiterschreiben.

Allen Blog-Lesern einen herrlich wilden abenteuerlichen Mittwoch!
Eure Chris :-)
PS: Infos zu allen Opera School Aktivitäten findet Ihr in meinem Opera School Blog oder in den Opera School News – unter: OPERA SCHOOL

Guten Morgen, liebe Freunde,

momentan schreibe ich am “Kater Moshe Kinderroman” und entwickele Event-Konzepte und Auftrittsmöglichkeiten für die Opera School. Das Ineinandergreifen meiner Projekte funktioniert sehr gut. Manchmal wünschte ich mir, der Tage habe 28 Stunden. Durchs frühe Aufstehen konnte ich etwas Zeit gewinnen. Dafür werde ich allerdings abends früher müde….grrrr…
Künftig möchte ich wieder intensiver Komponieren und muss deshalb meine Zeit besser einteilen. 2002 hatte ich mich mit der 900 Seiten starken mittelalterlichen Gedichte-und Liedersammlung der “Carmina Burana” beschäftigt und erste Stücke für eine szenische Kantate entwickelt. Carl Orff hatte ja nur einen kleinen Teil der Texte adaptiert. Mich zogen damals die Liebeslieder rund um die Venus in den Bann. Eine “Carmina Amatoria” sollte entstehen. Die ersten Stücke gingen mir wahnsinnig leicht von der Hand. Mit einigen sehr netten Sängern des Meisterchores Frohsinn aus Gelsenkirchen nahm ich das erste Stück “Venus Aurea” bei uns im Studio auf. Die Musik war sehr dynamisch, feurig, rhythmisch….
Kurz darauf erkrankte mein Vater schwer. Ich entschied sofort, meine Arbeiten auf Eis zu legen. Innerhalb eines Jahres verstarben beide Eltern. Das war eine traurige schmerzhafte Zeit… Über sieben Jahre konnte ich die Carmina einfach nicht anrühren.
Nun sind viele Jahre ins Land gegangen. Die Opera School Kinderprojekte haben mir gut getan und geholfen, meine Lebendigkeit und mein Temperament zu bewahren.
Heute 2011 möchte ich die Arbeiten wieder aufnehmen. Es soll eine Generationen übergreifende Kantate werden – voller Leben und voller Liebe… Ich hoffe, dass ich als inzwischen gereifte Chris – den nötigen Schwung aufbringen kann. Es wird ein feuriges Stück mit wilden Rhythmen.

Die Arbeiten am Kater Moshe – Roman waren streckenweise etwas zäh. Ich wollte alles auf einmal erzählen und war oft viel zu detailverliebt. So langsam entsteht aber ein guter Erzählfluss. Der Kater erzählt – und das gefällt mir schon mal gut.  So entsteht eine Nähe, die für Grundschulkinder sehr angenehm ist. Kater Moshe nimmt einen gleich an die Hand. Der König gehört z.B. ihm – und nicht etwa umgekehrt. Aus Moshes Sicht hat der König zwar einige Qualitäten, aber eben auch erhebliche Mängel – wie: mickrige Krallen, schlechte Augen und kein Fell. Diese Wahrnehmung schenkt Moshe ein gesteigertes Selbstbewusstsein. Und schließlich spielt er auch noch Geige…. – eine Zaubergeige!
Ich denke, dass ich mit dieser neuen Erzählhaltung mehr Schwung in die Geschichte bringen konnte. Und Schwung hält die Kinder wach. Bücher können ja durchaus ermüdend sein.

Viele fragen mich, was ich nun mit der Kinderoper “Kater Moshe” vorhabe. Nach der schönen Uraufführung im kleinen Haus des Musiktheaters mit den riesigen Kinder-und Jugendensembles musste sich das alles erst einmal setzen. Das war schon ein Kraftakt für uns alle, die wir das Stück gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Es ist doch enorm aufwändig, rund 100 Menschen – vornehmlich Kinder -  auf und hinter der Bühne zu bewegen und im Blick zu behalten. Zum Glück hatten wir ein hervorragendes Technikteam des Musiktheaters an unserer Seite, das immer entspannt, sehr geduldig  und freundlich blieb.
Ich habe aber auch gelernt, dass vieles vereinfacht werden muss, wenn man denn den Kater mal wieder auf die Bühne holen möchte. Und genau daran arbeiten wir gerade. Über das Projekt: Opera Talent – konnten wir Mehrfachbesetzungen heranbilden und haben zusätzlich auch noch einige erfahrene Profis für uns gewinnen können. Den Anteil der professionellen Darsteller möchte ich anheben und die Kinder-Ensembles aufteilen und übersichtlicher gestalten. So haben wir auf vielen Ebenen mehr Sicherheit – sowohl im Spiel – als auch hinter der Bühne und haben die komplette Orga reduziert. Nächstes Jahr – also 2012 – wollen wir den Kater halbszenisch und gekürzt – mit einem Kinder-Animatioinsteil versehen – aufführen. Wir schnüren jetzt eine Art Kater Moshe Paket, das man leichter mitnehmen und anbieten kann – und somit viele viele Kinder fürs Musiktheater begeistern darf. Und daran bastele ich gerade ***

Gleich werde ich mich dem Opera School Blog widmen, den Ihr unter www.operaschool.de  ( siehe Chris Blog) verfolgen könnt.

Bei diesem herrlichen Wetter sollten alle noch eine Runde raus an die frische Luft gehen!
Ich wünsche Euch ein angenehmes Wochenende

Eure Chris
PS: Achtung, liebe Opera School ! Montag, 7.12.2011 ist keine Probe. Ich schreibe es gleich in den OS-Blog. Ab Freitag dann wieder volles Programm*** :-)

Herzlich willkommen auf meiner wunderbaren neuen Website! Ab sofort erscheinen hier meine News, Infos, Pläne, Gedanken, Träume Küssend

Die Chris

Chris